
Die Umwandlung eines Zweiradmotorrads in ein Trike wirft eine präzise technische Frage auf: Welchen Kit sollte man wählen und welche Einschränkungen sind vor der Umstellung zu berücksichtigen? Das Ergebnis hängt sowohl vom Basismodell des Motorrads als auch vom gewählten Kit, der Werkstatt, die die Montage durchführt, und den anschließenden administrativen Anforderungen ab.
Kompatibilität der Trike-Kits je nach Motorradmodell
Nicht alle Kits passen zu allen Motorrädern. Hersteller wie Motor Trike, Hannigan, EML oder Casarva bieten Kits an, die für spezifische Plattformen konzipiert sind. Die Honda Gold Wing, Harley-Davidson Touring und einige Indian gehören zu den häufigsten Basismodellen.
Auch interessant : Effektive Tipps, um schnell und einfach ein 1fichier Premium-Konto zu erhalten
Die Wahl eines Kits zur Umwandlung eines Motorrads in ein Trike basiert zunächst auf dem Hubraum, dem Rahmen und der Antriebstechnik des Originalmotorrads. Ein Kit, das für eine Gold Wing 1800 vorgesehen ist, kann nicht auf einer Sportster montiert werden und umgekehrt.
| Kit-Marke | Kompatible Motorräder (hauptsächlich) | Art der Umwandlung |
|---|---|---|
| Motor Trike | Honda Gold Wing, Harley-Davidson, Indian, Kawasaki, Suzuki | 2 Hinterräder |
| Hannigan | Honda Gold Wing, Harley-Davidson, Indian | 2 Hinterräder |
| EML | Honda Gold Wing, Harley-Davidson, BMW | 2 Hinterräder oder vorne |
| Casarva | Indian Scout, Honda Rebel, Harley Sportster | 2 Hinterräder |
Die am weitesten verbreitete Konfiguration bleibt die Hinzufügung von zwei Rädern hinten, die das einzelne Hinterrad ersetzt. Einige Hersteller bieten auch Umwandlungen mit zwei Vorderrädern (Typ “Reverse Trike”) an, aber diese Montagen sind seltener und teurer.
Ebenfalls empfehlenswert : Die besten Tipps, um Ihr Zuhause schnell zu reinigen

Montage in der Werkstatt oder in Eigenregie: Was der Prozess konkret beinhaltet
Das Versprechen eines “Bolt-On”-Kits (zum Anschrauben) lässt vermuten, dass die Umwandlung einfach ist. In der Praxis variiert der Schwierigkeitsgrad jedoch erheblich.
Ein Bolt-On-Kit erfordert dennoch spezielle Werkzeuge: Hebebühne, Drehmomentschlüssel, manchmal Schweißgeräte für Rahmenanpassungen. Das Entfernen des Hinterrads, des Schwingarms und manchmal des Antriebs erfordert solide mechanische Kenntnisse.
- Komplette Demontage des Hinterbaus (Rad, Schwingarm, Federung, Kotflügel)
- Installation des Rahmens oder Hinterchassis des Kits mit Befestigung am Originalrahmen
- Anschluss der Antriebstechnik (Kardan, Kette oder Riemen je nach Modell) an das Differential des Kits
- Elektrischer Anschluss der Rücklichter, Blinker und eventuell des Rückfahrscheinwerfers
- Geometrieeinstellung und Bremsentest auf den drei Rädern
Die spezialisierten Werkstätten in Frankreich, wie Eritrik in der Normandie oder Trike & Side in der Dordogne, führen diese Umwandlungen mit einem Konformitätsprotokoll durch. Der Weg über einen Fachmann garantiert die Nachverfolgbarkeit der Montage, ein entscheidender Punkt für die Homologation und die Versicherung.
Eine Montage in Eigenregie ist für einen erfahrenen Mechaniker möglich, birgt jedoch ein Risiko: Ohne eine professionelle Montagebescheinigung weigern sich einige Versicherer, das umgebaute Fahrzeug zu versichern.
Homologation und Trike-Versicherung: oft unterschätzte Verpflichtungen
Das ist der Aspekt, den die meisten kommerziellen Leitfäden nur streifen. Ein in ein Trike umgewandeltes Motorrad wechselt die administrative Kategorie. In Frankreich muss der Fahrzeugschein nach der Umwandlung aktualisiert werden, was eine Einzelgenehmigung (RTI) bei der DREAL oder einer anerkannten Stelle voraussetzt.
Dieses Verfahren umfasst die Überprüfung der Konformität des Kits, der Montage und in mehreren europäischen Ländern dynamische Kontrollen (Bremsen, Stabilität). Seriöse Hersteller stellen ein vollständiges technisches Dossier zur Verfügung, um diesen Schritt zu erleichtern.
Versicherungsseite: Umklassifizierung und Zuschläge
Spezialisierte Zweiradversicherer in Frankreich geben an, dass eine Umwandlung mit einem Trike-Kit zu einer Umklassifizierung in die Kategorie “modifiziertes Fahrzeug” führen kann. In der Regel müssen die Rechnung des Kits, die Bescheinigung der professionellen Montage und das Homologationsprotokoll vorgelegt werden, um den Schadenersatzanspruch aufrechtzuerhalten.
Die Nichtmeldung der Umwandlung bedeutet, ohne gültigen Versicherungsschutz im Schadensfall zu fahren. Einige Verträge sehen einen Zuschlag vor, andere verlangen eine Änderung der Police.

Trike-Umwandlung aus medizinischen Gründen: ein wachsender Einsatz
In den letzten Jahren berichten Umwandlungswerkstätten in Frankreich und Nordamerika von einem signifikanten Anstieg der Anfragen aufgrund physischer Einschränkungen. Arthrose, Gleichgewichtsprobleme, Unfallfolgen: das Trike wird zu einer Zugänglichkeitslösung, um das Motorradfahren aufrechtzuerhalten.
Mehrere Motorradverbände und Versicherer erwähnen ausdrücklich Umwandlungs-Kits als Alternative für Fahrer, die das Gleichgewicht auf zwei Rädern nicht mehr halten können. In Frankreich bieten Werkstätten wie US Motors & Bikes zudem spezifische Unterstützung für Menschen mit Behinderungen an.
Der Führerschein B reicht aus, um ein Trike zu fahren (unter Berücksichtigung von Alters- und Leistungsanforderungen gemäß der geltenden Gesetzgebung), was den Zugang für Fahrer erweitert, die nie den Motorradführerschein gemacht haben.
Wahl zwischen Hinterrad-Kit und Reverse-Umwandlung: Entscheidungskriterien
Die Mehrheit der Umwandlungen fügt zwei Räder hinten hinzu. Dieses Format bietet einen geräumigen Stauraum, Stabilität bei niedrigen Geschwindigkeiten und ein vorhersehbares Fahrverhalten auf gerader Strecke.
Im Gegensatz dazu bewahren Kits mit zwei Vorderrädern (Reverse Trike, Typ Tilting Motor Works) mehr das Fahrgefühl eines Motorrads durch die Neigung in Kurven. Sie sind kompakter, bieten jedoch weniger Stauraum.
- Hinterrad-Kit: maximale Stabilität, großer Kofferraum, geeignet für lange Strecken und Touring
- Vorderrad-Kit (Reverse): Neigung in Kurven, reduzierter Platzbedarf, sportlicheres Verhalten
- Hinterrad-Kit mit integrierter Rückwärtsfunktion: häufige Option bei Gold Wing-Modellen, nützlich aufgrund des Gesamtgewichts des Trikes
Die Wahl hängt vom vorrangigen Gebrauch ab: Reisekomfort oder Fahrvergnügen. Beide Konfigurationen erfordern denselben Homologationsprozess.
Die Umwandlung eines Motorrads in ein Trike bleibt ein mechanisches und administratives Projekt, das nicht improvisiert werden kann. Der passende Kit für das richtige Modell, eine nachverfolgbare Montage und eine ordnungsgemäße Homologation bestimmen sowohl die Sicherheit als auch den Versicherungsschutz des fertigen Fahrzeugs.